5 Hacks für den Umgang mit Krisen


Der Krieg in der Ukraine betrifft und beeinflusst uns alle. Neben der konkreten Hilfe für Ukrainer und Ukrainerinnen und allen, die direkt vom Krieg betroffen sind, möchten wir heute auch eine Hilfestellung für alle Menschen geben, die sich unsicher fühlen, Ängste haben und für sich und als Führungskräfte auch für Teams Tipps zum Umgang mit der Krise erhalten möchten. 

Der HR-Expertenkreis hat sich im HR-Hack diesen Monat daher mit dem Thema des Umgangs mit Krisen beschäftigt. Wie umgehen mit dieser schwierigen Situation? Wie gelingt es mir trotz allem im Businessalltag positive Konsequenzen zu ziehen und eine Perspektive zu gewinnen die einem hilft die Situation für sich selbst auszuhalten und das Team im Hotel zu stärken? 


1. UMGANG MIT MEDIEN UND INFORMATIONEN

Unter dem Stichwort “Medienhygiene” wird der bewusste Umgang mit Medien beschrieben. Dabei geht es zum einen darum verlässliche und fundierte Quellen zu wählen und sich des eigenen Medienkonsums bewusst zu werden. Es ist okay, nach Feierabend auch mal offline zu sein. Es ist okay, nicht jeden Tag die neusten Updates aus dem Krieg zu lesen oder sogar zu sehen. Sich nicht weiter dem Thema auszusetzen, wenn ich spüre das es mich zu sehr belastet. Auch kann es helfen, Nachrichten zu hören (z.B. auch über News-Podcast), um sich informiert zu fühlen, ohne die Bilder des Krieges sehen zu müssen. Während Bilder direkt Gefühle wie Angst auslösen, können wir über sachliche Informationen nachdenken und diese differenzierter betrachten. 


2. TÄGLICHE RITUALE FÜR MICH SELBST 

Tägliche Rituale geben Sicherheit und dem Tag auch in schwierigen Phasen Struktur. Sie helfen dir auch für dich selber zu sorgen. Welches Ritual passt kann dabei ganz individuell sein. Vielleicht kannst du einen täglichen Spaziergang in deinen Arbeitsweg integrieren oder eine kurze Yoga Einheit am Morgen? Die frische Luft und Bewegung helfen auch das Stresslevel zu reduzieren.  

Es kann jedoch auch ein ganz kurzes Ritual sein, wie beispielsweise eine Minute der Stille vorm Kaffee oder eine kurze Atemmeditation am Schreibtisch, wenn ich gestresst bin oder merke es wird mir alles zu viel. 


3. TÄGLICHE RITUALE FÜR DAS HOTELTEAM

Neben den Ritualen für einen selber, können Rituale auch im Hotel und im Team einen wertvollen Beitrag leisten. Viele haben bereits Rituale wie regelmäßige Team-Meetings etabliert. Hier kann man auch Raum und Zeit zum Beispiel zum Schichtbeginn geben, um über seine Gefühle offen sprechen zu dürfen: “Was bedrückt mich? Was wünsche ich mir?” - Diese Offenheit im Team kann helfen, um besser miteinander zu arbeiten und Rücksicht aufeinander zu nehmen. Was sind eure Rituale, die ihr im Team etabliert habt oder etablieren möchtet? 


4. KRAFTQUELLEN BEWUSST MACHEN 

Neben den Ritualen hat jeder von uns unterschiedliche Tools und Wege, um (wieder) in die eigene Kraft zu kommen.  

  • Welche Menschen geben mir Kraft und welche sollte ich meiden, da sie mich Kraft kosten?
  • Welche Musik tut mir gut (mit der ich ggf. schöne Momente oder Gefühle verbinde?)? Vielleicht mögt ihr im Team eine Playlist erstellen und diese im Personalrestaurant oder im Pausenraum zu spielen?  
  • Oder auch einen Wohlfühlort zu finden der mir Kraft spendet z.B. eine chillige Ecke in der eigenen Wohnung, Bank im Wald oder am See. 


5. EIGENE PERSPEKTIVE WECHSELN 

Optimismus hilft auch in Krisenzeiten zur eigenen Stärke zurück zu finden – auch bei der Arbeit und als Führungskraft. Die Positive Psychologie nutzt zum Beispiel die Methode „PIIP – Put it in perspektive“. Wenn es im Unternehmen oder privat Sorgen gibt, hilft diese Methode sich das Geschehen aus drei verschiedenen Perspektiven anzusehen - für sich selbst und das Team.  

  • Was wäre das Schlimmste, das geschehen könnte? 
  • Was wäre der wahrscheinlichste Fall? 
  • Was wäre der beste, wünschenswerteste Fall, der eintreten könnte? 

Mit dem klaren Benennen aller Risiken und Chancen / positiven Möglichkeiten werden auch positive Szenarien wieder deutlich sichtbar. Denn aus dem bestmöglichen Szenario kann die Frage entstehen: Was können wir in der aktuellen Lage tun, um diesen positiven Ausgang wahrscheinlicher zu machen? 

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Weiterführende Links & Impulse zum Thema 

Die Mitglieder des Expertenkreis teilen sehr gerne noch weitere Links zum Thema:  

Podcast von Marie Therese Heep: Wie kannst du die Kraft des annehmend nutzen und gestärkt aus schweren Zeiten hervorgehen? Mit Susanne Plaschka
https://open.spotify.com/episode/41qLPxn2R473lbuezuBl5C?si=xUusXcQ2St6gnbAQ0mcjqQ 

Podcast von Bodo Janssen: “Wie wir gestärkt aus Zielen hervor gehen”: https://open.spotify.com/episode/6S8D8S7dy4RQfQJVdIEYWG?si=rz_es4TNQG-pWSDEm3WW8Q 

Mehr zum Thema positive Psychologie: Artikel zum Thema Positive Emotionen in Krisenzeiten: https://www.corporate-happiness.de/blogcast/perma-positive-emotionen-in-krisenzeiten 

Und ein weiterer Podcast zum Thema Glück und positive Psychologie von Marie Therese Heep. Mit Gina Schöler: https://open.spotify.com/episode/2MTOdjMGGQKPrgdqfwkOrx?si=gTtSni5SQ76RQ3zXJFvtPA 

Eine berufsbegleitende Weiterbildung zum/zur Resilienztrainer:in, um sich und den Mitarbeitern zu helfen, aktuelle Herausforderung entspannt und stressresistenter zu meistern: https://www.dha-akademie.de/lehrgaenge/resilienztrainer 


 

5 Hacks für den Umgang mit Krisen
  • 15.03.2022

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